Es geht um das "Große Hermann Gutmann-Buch". Ich finde es im Waschkorb voller Bücher, die unsere Nachbarin gegenüber loswerden will. Der Nachbar ist nebenamtlich in Bremen tätig und so bekomme ich das Buch der Bremer Lokalgröße Hermann Gutmann. Das ist so , wie wenn ich als Münchner das große Buch von Blasius dem Spaziergänger bekäme. Ich blättere den Schinken durch und stosse auf den Titel: "Für den Königsee nicht geeignet." Da steht, dass sich ein Hochseeschiffkapitän aus Bremen als Kapitän eines Touristenelektrobootes auf dem Königsee bewirbt, aber abgelehnt wird, weil er nicht Trompete spielen kann.
Zu dieser Zeit geht der Streik der Elektrobootkapitäne durch die Zeitung.
Sie wollen streiken, weil ihr Arbeitgeber darauf drängt, dass die Kapitäne die Touristen nach dem Echo vom Königsee nicht unziemlich nötigen, dem trompetenblasenden Kapitän ein Trinkgeld zu zahlen.
Dieses Zubrot hat eine lange Tradition und scheint nicht unbeträchtlich den Lohn des Kapitäns aufzubessern.
Ich war als Kind mit 8 Jahren mit meinem Vater 1948 auf dem Königsee gefahren, war unheimlich vom Echo beeindruckt und bewunderte den Kapitän, der das zu Wege brachte. Der Beifall und die Spendierlaune war groß.
1966 beobachtete meine Frau Liesl, dass ein Mann in Zivil nach dem Trompetensolo den Spendierreigen begann und in einem Hut einen Geldschein steckte. Fast alle folgten seinem Beispiel. Liesl war aufgefallen, dass derselbe Mann beim An- und Ablegen des Schiffes half. Sie hält ihn für einen Kapitäskollegen, der in Zivil mit dem Schiff mitfährt.
Von meinen Rentnerkollegen erzählt fast jeder, dass er mehr oder weniger viel spendete und dazu irgendwie aufgefordert wurde. Es hatte sich offenbar eingebürgert, dass der Kapitän selber rumgeht und Geld einsammelt. Der Kollege in Zivil ist längst wegrationalisiert.
Der Streik wurde beigelegt, die Kapitäne versprechen, in Zukunft die Touristen nicht mehr so unverschämt zum Trinkgeld zu zwingen.
So ist mir das große Hermann Gutmann-Buch doch recht lieb, und ich lese noch mehrere Bremer Geschichten.
Montag, 25. Februar 2008
Montag, 4. Februar 2008
Turmschreiberkalender
Turmschreiberkalender habe ich zum zweiten Mal geschenkt bekommen. Das erste Mal schenkte mir Gudrun die ersten 18 Jahrgänge und jetzt zum zweiten Mal Ulla die letzten 4 Jahrgänge.
Zwei von Ullas Turmschreiberkalendern enthalten Geschichten von Asta Scheib, deren Buch "Sei froh, dass du lebst" im Rahmen der Aktion "Ganz Garching liest ein Buch" gelesen wird. Ich mache in der Stadtbücherei Garching eine Ausstellung über Asta Scheib und es fehlen mir noch Geschichtensammlungen mit Asta Scheibs Geschichten. Jetzt hat mir Ulla gleich zwei davon geschenkt. Josef Oberberger, ein Schüler von Olaf Gulbranson, hat bei einer Geschichte ein dickes Schwein gleich neben dem Titel gemalt. Ich kenne die Zeichnungen von Oberberger aus dem Buch über den Roider Jackl.
Ich stelle den Turmschreiberkalender mit Asta Scheibs Geschichte und Oberbergers dickem Schwein in der Stadtbücherei Garching aus. Link: http://www.garching-liest.de/
Zwei von Ullas Turmschreiberkalendern enthalten Geschichten von Asta Scheib, deren Buch "Sei froh, dass du lebst" im Rahmen der Aktion "Ganz Garching liest ein Buch" gelesen wird. Ich mache in der Stadtbücherei Garching eine Ausstellung über Asta Scheib und es fehlen mir noch Geschichtensammlungen mit Asta Scheibs Geschichten. Jetzt hat mir Ulla gleich zwei davon geschenkt. Josef Oberberger, ein Schüler von Olaf Gulbranson, hat bei einer Geschichte ein dickes Schwein gleich neben dem Titel gemalt. Ich kenne die Zeichnungen von Oberberger aus dem Buch über den Roider Jackl.
Ich stelle den Turmschreiberkalender mit Asta Scheibs Geschichte und Oberbergers dickem Schwein in der Stadtbücherei Garching aus. Link: http://www.garching-liest.de/
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Dienstag, 1. Januar 2008
Klein Erna
1. Ich habe 2007 am "originellsten kulturellen Projekt", wie die Sueddeutsche Zeitung berichtete, im Norden des Münchner Landkreises mitgearbeitet. Das Ziel des Projektes war, die Bürgergesellschaft Garchings miteinander ins Gespräch zu bringen. Dies sollte geschehen unter dem Motto: "Ganz Garching liest ein Buch." Das ausgewählte Buch Asta Scheibs "Sei froh, dass du lebst" geht um die Kindheit und Jugend im Krieg und nach dem Krieg in Deutschland d.h. die 50er Jahre. Ich las die besten Humoristen der 50er als eigenen Lesepfad und kam auf das kleine Büchlein des Bertelsman Lesering "Klein Erna".
2. "Klein Erna" fand ich in der Bücherkiste des Seniorentreffs. Dort fand ich noch weitere kleinformatige Bücher der Reihe: "Die kleine Lesering-Bibliothek" von Bertelsmann, mit den Humoristen wie Ringelnatz und Morgenstern.
3. In der Zwischenzeit hab ich gelernt, dass viele Buchclubs und Verlage in den 50er Jahren so eine Reihe aufgelegt haben, die gerne verschenkt wurden:
Büchergilde Gutenberg/ "Die kleine Reihe"/Beispiel: Karl Valentin Das komische Wörterbuch
Verlag A. Langen-Müller/"Die kleine Bücherei"/ Von Richtern, Malern und Wirtshäusern
Diogenes Verlag/ Diogenes Tabu/ Sigi Sommer, Loriot München für Anfänger.
Glück: Buch gefunden, gesucht zum Lesepfad "Humoristen der 50er Jahre/ Entdeckung Reihen mit kleinen Büchern
2. "Klein Erna" fand ich in der Bücherkiste des Seniorentreffs. Dort fand ich noch weitere kleinformatige Bücher der Reihe: "Die kleine Lesering-Bibliothek" von Bertelsmann, mit den Humoristen wie Ringelnatz und Morgenstern.
3. In der Zwischenzeit hab ich gelernt, dass viele Buchclubs und Verlage in den 50er Jahren so eine Reihe aufgelegt haben, die gerne verschenkt wurden:
Büchergilde Gutenberg/ "Die kleine Reihe"/Beispiel: Karl Valentin Das komische Wörterbuch
Verlag A. Langen-Müller/"Die kleine Bücherei"/ Von Richtern, Malern und Wirtshäusern
Diogenes Verlag/ Diogenes Tabu/ Sigi Sommer, Loriot München für Anfänger.
Glück: Buch gefunden, gesucht zum Lesepfad "Humoristen der 50er Jahre/ Entdeckung Reihen mit kleinen Büchern
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Montag, 31. Dezember 2007
Jahresband der Führungen 1988-89-90
Der Club Bavaricum gibt diesen Band von Führungen durch die Stadt München heraus. Die Führungen wurden von Stadtführern erarbeitet, die zu den Freunden des Instituts Bavaricum gehören.
Warum Glück?
Dieses Buch ist nicht im Buchhandel erhältlich, sondern nur über die Vereinigung. Ich bekomme es sozusagen nachgetragen, weil einer meiner Spezln seine Garage aufräumt und die dort gelagerten Bücher rausschmeisst.
Es fällt mir in die Hände zu einem Zeitpunkt, wo ich gerade eine Führung durch Haidhausen für meine Tochter vorbereite. Jetzt kann ich die Führung durch Haidhausen auch meiner Schwester und ihrem Halleluja-Stammtisch anbieten, weil nämlich Haidhausen in dem Büchlein aufgeführt ist.
Es ist kein kurzes Glück, weil in dem Büchlein auch Themen behandelt werden, die einen Garchinger wie mich immer interesssieren z.B. die Führung: "Der Funktionswandel eines künstlichen Gewässers: Das 300 Jahre alte Kanalnetz im Münchner Norden." Dabei hilft mir eine Karte des Kanalnetzes die oft gestellte Frage zu beantworten, wo eigentlich der Mühlbach, an dem ich wohne, entspringt.
Warum Glück?
Dieses Buch ist nicht im Buchhandel erhältlich, sondern nur über die Vereinigung. Ich bekomme es sozusagen nachgetragen, weil einer meiner Spezln seine Garage aufräumt und die dort gelagerten Bücher rausschmeisst.
Es fällt mir in die Hände zu einem Zeitpunkt, wo ich gerade eine Führung durch Haidhausen für meine Tochter vorbereite. Jetzt kann ich die Führung durch Haidhausen auch meiner Schwester und ihrem Halleluja-Stammtisch anbieten, weil nämlich Haidhausen in dem Büchlein aufgeführt ist.
Es ist kein kurzes Glück, weil in dem Büchlein auch Themen behandelt werden, die einen Garchinger wie mich immer interesssieren z.B. die Führung: "Der Funktionswandel eines künstlichen Gewässers: Das 300 Jahre alte Kanalnetz im Münchner Norden." Dabei hilft mir eine Karte des Kanalnetzes die oft gestellte Frage zu beantworten, wo eigentlich der Mühlbach, an dem ich wohne, entspringt.
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