Mein Überischtswerk ""Aller Spaß dieser Welt" schwärmt von Guy de Maupassant. Sonst hätte ich ihn in ganz anderem Zusammenhang behandelt; nämlich, wie ich Englisch lerne.
Ich lerne Englisch so, ich beschaffe mir zwei Ausgaben eines Werkes eines in Englisch, das zweite in Deutsch. Dann lese ich meist ein Kapitel des Buches in Deutsch, dann in Englisch. So spare ich mir das Nachschauen im Wörterbuch, ich kenne schon den Inhalt. Vielleicht lerne ich nicht viel, aber es macht mir Spaß. Das besondere und wahrscheinlich unliterarische ist, dass ich Maupassant in einer Übersetzung ins Englische lese.
Neben der Geschichte des Fettklößchen gefällt mir Maison Tellier sehr gut.
Maupassant lernte bei Flaubert, er bezeichnete Maison Tellier als das vollendetste Meisterstück und als solches kamn ich es genießen.
Samstag, 5. Juli 2008
Guareschi: "Das Schicksal heißt Klothilde"
An und für sich ist mir Guareschi sympathisch. Ich habe als Kind "Don Camillo" gesehen und bin, wie viele andere, von Guareschi und Fernandel begeistert.
Aber dieses Buch ist ein Durcheinander von Kuddelmudde4l und veralteteten Figuren: drei Edelleuten, Grafen und Gräfinnen, Agenten, Schmugglern und drei "reizenden Frauen" Klothilde, Ketty, die Anführerin der Schmuggler, Peggy, die Sekretärin des Agenten Tom. Wir kommen überall hin, zu einer Insel, nach New York, beinahe nach Argentinien und wieder zurück nach Italien, wie es heute bei modernen Bestsellern auch der Fall ist. Heute ist allerdings China oder Shanghei dabei.
Das Ganze ist so blöd, dass man fast nochmal den Don Camillo lesen muss.
Aber dieses Buch ist ein Durcheinander von Kuddelmudde4l und veralteteten Figuren: drei Edelleuten, Grafen und Gräfinnen, Agenten, Schmugglern und drei "reizenden Frauen" Klothilde, Ketty, die Anführerin der Schmuggler, Peggy, die Sekretärin des Agenten Tom. Wir kommen überall hin, zu einer Insel, nach New York, beinahe nach Argentinien und wieder zurück nach Italien, wie es heute bei modernen Bestsellern auch der Fall ist. Heute ist allerdings China oder Shanghei dabei.
Das Ganze ist so blöd, dass man fast nochmal den Don Camillo lesen muss.
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Lachen mit James Thurber
Das Buch ist köstlich. Ich bekam es, als ich mehr oder weniger alle Bücher bei der Garchinger Bücherbox erwarb, die die Bücherbox unter dem Stichwort Karikaturen in ihre Regale aufgestellt hatte. Zu meiner Enttäuschung fanden sich nur 3 Zeichnungen in dem Buch, der Inhalt waren Kurzgeschichten und die 3 Zeichnungen passten nicht zu meinem Ausstellungsthema: "Karikatur in der Wissenschaft."
Auf Thurber wurde ich wieder beim Lesen des Buches "Aller Spaß dieser Welt" gestoßen.
James sagte: "Ich sah nicht wie andere Kurzsichtige alles doppelt, sondern nur eineinhalbmal."
Ich befinde mich zur Zeit auf dem Lesepfad "Spaß mit Büchern." Das besagte Buch gibt einen guten Überblick über die gesamte Spaßliteratur und so entnahm ich dem Buch, dass Thurber für den New Yorker Karikaturen und Kurzgeschichten lieferte. New Yorker war für die neue Welt, was für Deutschland der Simplizisssimus, für Frankreich Charivari und für England das Magazin Punch war.
Ich suchte darauf das Buch wieder heraus und begann zu lesen. Ich grantelte gerade mit meiner Frau und ,als ich lächelte, fragte sie warum. Ich las ihr darauf die Geschichte vom Eisbären Big Bill vor, der sein Weibchen Mim umgebracht hatte, weil er sie störte:
"Sie (Mim) näherte sich ihm auf Zehenspitzen, und bevor er wußte, wie ihm geschah, hatte er ein Thermometer im Maul. .... Bevor jemand ihn aufhalten konnte, hatte er mit Mim, Thermometer und dem Schlipshalter Schluß gemacht."
Also mir gefallen die Geschichten besser als die Geschichten von Alex Hacke.
Auf Thurber wurde ich wieder beim Lesen des Buches "Aller Spaß dieser Welt" gestoßen.
James sagte: "Ich sah nicht wie andere Kurzsichtige alles doppelt, sondern nur eineinhalbmal."
Ich befinde mich zur Zeit auf dem Lesepfad "Spaß mit Büchern." Das besagte Buch gibt einen guten Überblick über die gesamte Spaßliteratur und so entnahm ich dem Buch, dass Thurber für den New Yorker Karikaturen und Kurzgeschichten lieferte. New Yorker war für die neue Welt, was für Deutschland der Simplizisssimus, für Frankreich Charivari und für England das Magazin Punch war.
Ich suchte darauf das Buch wieder heraus und begann zu lesen. Ich grantelte gerade mit meiner Frau und ,als ich lächelte, fragte sie warum. Ich las ihr darauf die Geschichte vom Eisbären Big Bill vor, der sein Weibchen Mim umgebracht hatte, weil er sie störte:
"Sie (Mim) näherte sich ihm auf Zehenspitzen, und bevor er wußte, wie ihm geschah, hatte er ein Thermometer im Maul. .... Bevor jemand ihn aufhalten konnte, hatte er mit Mim, Thermometer und dem Schlipshalter Schluß gemacht."
Also mir gefallen die Geschichten besser als die Geschichten von Alex Hacke.
Freitag, 20. Juni 2008
Jo Hanns Rösler "Lachen und Weinen"
Jo Hanns Röslers Buch "Lachen und Weinen" ist ein gutes Beispiel dafür, was in den 50er und 60er Jahren von den älteren Herrschaften gerne gekauft und gelesen wurde. Jetzt ist er out. Ich habe die 3. Auflage aus dem Jahre 1984 aus der Kiste des Seniorentreffs gefischt und angefangen darin zu lesen. Es enthält "Neue Geschichten". Wenn schon Geschichten, so lese auch ich lieber Dahl oder Axel Hacke. Axel Hacke hat mit seinen Kurzgeschichten Büchern mit Geschichten wieder zum Erfolg verholfen, die wie gesagt in der Zwischenzeit nicht mehr gelesen werden, ob es Kishons oder Parkinsons Geschichten sind, alles vorbei.
Jo Hanns Rösler hat viele Bücher geschrieben, er hat seine Geschichten immer wieder neu gemischt und damit neue Bücher herausgegeben. Er bekennt sich zum Optimismus und zur Fröhlichkeit, das war es , was die Menschen damals beim Wiederaufbau brauchten, um über die vergangenen schlechten Zeiten, Inflation, Krieg und Naziherrschaft, hinwegzukommen. Er läßt dabei Prinzessinen, das Lob der Armut, die Freundlichkeit des Zahnarztes zu vermeintlichen Kunden etc. nicht außer Acht.
Wie anders Hacke. Er erzählt von den kleinen Problemen des Alltags, wie bringt er seine kleine Tochter zum Kindergarten, er bespricht das mit seinem Kühlschrank, er rettet disen vor dem Sondermüll. Das erweckt Neugierde, macht Spaß, lenkt von den eigenen Problemen ab und erheitert.
Die heitere Kurzgeschichte ist refreshed und bleibt wohl weiter der Leserliebling Nr1.
Jo Hanns Rösler hat viele Bücher geschrieben, er hat seine Geschichten immer wieder neu gemischt und damit neue Bücher herausgegeben. Er bekennt sich zum Optimismus und zur Fröhlichkeit, das war es , was die Menschen damals beim Wiederaufbau brauchten, um über die vergangenen schlechten Zeiten, Inflation, Krieg und Naziherrschaft, hinwegzukommen. Er läßt dabei Prinzessinen, das Lob der Armut, die Freundlichkeit des Zahnarztes zu vermeintlichen Kunden etc. nicht außer Acht.
Wie anders Hacke. Er erzählt von den kleinen Problemen des Alltags, wie bringt er seine kleine Tochter zum Kindergarten, er bespricht das mit seinem Kühlschrank, er rettet disen vor dem Sondermüll. Das erweckt Neugierde, macht Spaß, lenkt von den eigenen Problemen ab und erheitert.
Die heitere Kurzgeschichte ist refreshed und bleibt wohl weiter der Leserliebling Nr1.
Samstag, 14. Juni 2008
Brehms Tierleben
Brehms Tierleben ist fast unentbehrlich. Ich habe ein dickes einbändiges Werk, das eine Auswahl an Tieren enthält.
Mit der Auswahl muß ich zurechtkommen. Ich lese, dass in Brehms Tierleben es vom Nerz heißt, er sei schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Mitteleuropa fast ausgestorben. Einen Nerz oder Krebsotter, wie er auch heißt, finde ich in meinem Brehm nicht.
Brehm hat sich den Ehrennamen Tiervater redlich verdient, so wenn er im Kapitel zum Krebs schreibt:
"Dass er unter Steinen lebt, ist allen bekannt, welche in der schönen Jugendzeit heimlich die Stiefeln auszuziehen und zu krebsen pflegten."
An anderer Stelle nennt er den Krebs einen wenig heiklen Fresser.
Die Autoren von Dickie Dick Dickens:
"Für die möglichst lebensechte Wiedergabe der Umgangssprache in den beschriebenen Verbrecherkreisen leistete "Brehms Tierleben" unschätzbare Dienste.
Mit der Auswahl muß ich zurechtkommen. Ich lese, dass in Brehms Tierleben es vom Nerz heißt, er sei schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Mitteleuropa fast ausgestorben. Einen Nerz oder Krebsotter, wie er auch heißt, finde ich in meinem Brehm nicht.
Brehm hat sich den Ehrennamen Tiervater redlich verdient, so wenn er im Kapitel zum Krebs schreibt:
"Dass er unter Steinen lebt, ist allen bekannt, welche in der schönen Jugendzeit heimlich die Stiefeln auszuziehen und zu krebsen pflegten."
An anderer Stelle nennt er den Krebs einen wenig heiklen Fresser.
Die Autoren von Dickie Dick Dickens:
"Für die möglichst lebensechte Wiedergabe der Umgangssprache in den beschriebenen Verbrecherkreisen leistete "Brehms Tierleben" unschätzbare Dienste.
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Donnerstag, 5. Juni 2008
Edelsandalen für Athene
Ich bin durch eine neue Ausgabe des Homer zu einem Homerfan geworden. Ich bin Sandalenfan und Christop Martin erzählt richtig verständlich, spannend und genau Homers eschichte in Prosa. Anhand dessen, was er über die Sandalen schreibt, kann man das belegen.
Er läßt die Göttin Athene auf Seite 208 dem Odysseus, der auf Ithaka erwacht, wie folgt erscheinen:
"Da aber kam Athene. Sie war als junger Hirte verkleidet, bloß weniger rustikal, die herrschaft-liche Abkunft war unübersehbar. Über den Schultern trug sie einen frei fallenden, gefütterten Mantel, an den Füssen hatte sie edle Sandalen und in der Hand trug sie einen Speer."
Auf Seite 356 lesen wir vom Schweinehirt Eumaios:
"Er war gerade damit beschäftigt, Sandalen herzustellen, die er aus einem dicken Stück braunen Rindsleders schnitt."
In einer mehr wörtlich von Thassilo von Scheffer verdeutschten Ausgabe von 1942 heißt dieser Vers:
"Grade war er dabei, für seine Füße Sandalen passend aus gutem Leder zu schneiden."
Dass Sandalen für die Füsse gehören, lässt Martin weg, er teilt uns aber mit, und das scheint mir wichtig, dass Eumaios die Sandalen nicht aus Schweinsleder fertigt, sondern aus Rindsleder, was offensichtlich besser für Sandalen geeignet ist.
"
Er läßt die Göttin Athene auf Seite 208 dem Odysseus, der auf Ithaka erwacht, wie folgt erscheinen:
"Da aber kam Athene. Sie war als junger Hirte verkleidet, bloß weniger rustikal, die herrschaft-liche Abkunft war unübersehbar. Über den Schultern trug sie einen frei fallenden, gefütterten Mantel, an den Füssen hatte sie edle Sandalen und in der Hand trug sie einen Speer."
Auf Seite 356 lesen wir vom Schweinehirt Eumaios:
"Er war gerade damit beschäftigt, Sandalen herzustellen, die er aus einem dicken Stück braunen Rindsleders schnitt."
In einer mehr wörtlich von Thassilo von Scheffer verdeutschten Ausgabe von 1942 heißt dieser Vers:
"Grade war er dabei, für seine Füße Sandalen passend aus gutem Leder zu schneiden."
Dass Sandalen für die Füsse gehören, lässt Martin weg, er teilt uns aber mit, und das scheint mir wichtig, dass Eumaios die Sandalen nicht aus Schweinsleder fertigt, sondern aus Rindsleder, was offensichtlich besser für Sandalen geeignet ist.
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Donnerstag, 22. Mai 2008
Ceram Götter, Gräber und Gelehrte
Ich wußte lange nicht, dass es den autor ceram gar nicht gibt. Ceram rückwärts gelesen gibt Marek. Marek heißt der Autor eines sehr erfolgreichen Buches. Er hat st eine Sachbiografie geschreiben, die etwa in den 30 er jahren aufkam. Als Erfinder der Sachbiografie gilt ein Autor Namens jacob, der einen Roman über den Kaffee und einen über das Brot schrieb. Hohe Auflagen erzielten vor und einige Zeit nach dem 2. Weltkrieg Schenziger mit Metall, Brunngraber mit Radium und auch Dominik mit Kautschuk. Interessant ist, dass alle 5 Autoren keine Wissenschaftler waren, sich aber doch erfolgreiche, populärwissenschaftliche Sachbücher schreiben. Waren es um die Jahrhundertwende Professoren die die sogenannten Professorenromane wie Felix Dahns erfolgreiches Buch "Kampf um Rom" schreiben, so sind es Nichtwissenschaftler, die erfolgreiche Sachbücher liefern.
In einem Fall wurde gar einer Romanschriftstellerin Ricarda Huch die Ehrendoktorwürde verliehen, weil ihre historischen Romane geschichtlich genaue Beschreibungen enthält, die der wissenschaftlichen Überprüfung standhalten. Das Gegenteil gibt es allerdings auch: Mommsen erhielt als Wisenschaftler für seine Römische Geschichte den Nobelpreis für Literatur, aber damals, etwa 1910, stellte man noch höhere Anforderungen an die Leser.
In einem Fall wurde gar einer Romanschriftstellerin Ricarda Huch die Ehrendoktorwürde verliehen, weil ihre historischen Romane geschichtlich genaue Beschreibungen enthält, die der wissenschaftlichen Überprüfung standhalten. Das Gegenteil gibt es allerdings auch: Mommsen erhielt als Wisenschaftler für seine Römische Geschichte den Nobelpreis für Literatur, aber damals, etwa 1910, stellte man noch höhere Anforderungen an die Leser.
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